10. Denkwerkstatt Klimaschutzstrategie: Best Practice Beispiele zu Klimaschutzmaßnahmen von Kultureinrichtungen in anderen Bundesländern
Zusammenfassung
Die 10. Denkwerkstatt Klimaschutzstrategie fand am 19. November 2025 im Foyer des Theater Bremens statt. Als externe Expertinnen waren Melinda Weidenmüller und LisaSophie Kinne von der Green Culture Anlaufstelle des Bundes eingeladen. Die Green Culture Anlaufstelle berät und vernetzt Kulturinstitutionen bei ihrer Transformation hin zu ökologischer Nachhaltigkeit, indem sie branchenspezifisches Wissen vermittelt. Die Referentinnen nutzten die Methode "Soziogramm", um die Teilnehmenden der Denkwerkstatt kennenzulernen, indem diese sich zu den Fragen: Wie weit seid Ihr in Eurer Institution mit der Nachhaltigkeit? Wie hoch schätzt Du den CO2-Fußabdruck Eurer Kulturinstitution ein? Und: Wie viele Kapazitäten hast Du in Deiner Arbeitszeit für die Nachhaltigkeit? entsprechend im Raum positionierten.
Der Input "Vom Wissen zum Handeln" startete mit dem Statement "Keine Kultur ist auch nicht nachhaltig", um zu verdeutlichen, dass es bei Diskussionen über ökologische Nachhaltigkeit im Kulturbereich nicht um ein "Weniger" an Kultur geht. Es geht ferner darum, neue Ansätze in der Planung und Durchführung von Kulturveranstaltungen zu verankern, die einen Beitrag zur Erreichung der Klimaziele ermöglichen. Diese liegen auf Bundesebene bei -65 % CO2 Emissionen und in Bremen bei -60% CO2 Emissionen bis 2030 (gegenüber 1990). Um angesichts dieser Zielvorgabe "Vom Wissen ins Handeln" zu kommen, teilten die Referentinnen den Merksatz "1 - 3 - 5 - 8".
- 1 Am Anfang eines Prozesses in Richtung Nachhaltigkeit steht demnach 1 Entscheidung. Nämlich, ob man als Institution angesichts der Klimakrise proaktiv agieren oder lediglich reagieren möchte.
- 3 Nachdem die Entscheidung für eine proaktive Reaktion getroffen wurde, folgen
3 Schritte: Ziele definieren, Status bestimmen und Maßnahmen umsetzen. Als Beispiele, wie Zieldefinitionen für Kultureinrichtungen aussehen können, wurde auf den Nachhaltigkeitsbericht vom Humboldt Forum (externes PDF) und die Reduktionsziele der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden verwiesen. Für die Erhebung des Ist-Zustands wurde das kostenfreie Bilanzierungstool CO2-Kulturstandard genannt. - 5 Nach der Bestimmung des Ist-Zustands folgt die Umsetzung von 5 Maßnahmen. Dazu zählen das Bereitstellen von Ressourcen (etwa über die Datenbank der Green Culture Anlaufstelle), das Aufbauen von Kompetenzen (etwa durch Weiterbildungen wie vom Aktionsnetzwerk Nachhaltigkeit, The Changency GmbH und des Instituts für Zukunftskultur), das Initiieren von Experimenten und Piloten (wie Köln hoch 3, Hamburg11zu0 - oder dem Leipziger Materialbuffet), dem Austausch in Netzwerken (wie der Denkwerkstatt Klimaschutzstrategie) und dem Sammeln und Verstehen von Daten.
- 8 Diese Strukturen sollen letztlich dazu führen, dass jährliche Einsparungen von 8% CO2 erreicht werden können. Diese sind lauf der Expertinnen nötig, um die deutschen Klimaziele zu erreichen.
Auf folgende Good Practice Beispiele wurde im Rahmen der Veranstaltung verwiesen: