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Bildende Kunst

Bildende Kunst, Kunst im öffentlichen Raum, Künstlerförderung

Bildende Kunst, Kunst im öffentlichen Raum, Städtische Galerie, Literatur, Medien, Regional- und Minderheitensprachen, öffentliche Bibliotheken und Kulturaustausch

Der Bereich

Bildende Kunst

umfasst die Förderung, die Präsentation und die Vermittlung aktueller Kunst außerhalb von Museen. Gefördert werden Produzentenzusammenschlüsse und Galerien, Künstlerhäuser, Kunstvereine, Ausstellungsvorhaben und Vermittlungsaktivitäten. Im Rahmen der Künstlerförderung werden Projekt- und Ausstellungsbeihilfen und Katalogzuschüsse gewährt sowie Preise und Stipendien vergeben. Entscheidender Maßstab ist dabei immer die künstlerische Qualität.
Kunst im öffentlichen Raum
Als erste deutsche Stadt begann Bremen 1973 damit, zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler einzuladen, im und mit dem Stadtraum zu arbeiten. Die so entstandenen Werke setzen sich vielfach konkret mit den historischen, architektonischen oder sozialen Gegebenheiten Bremens auseinander. Das Programm „Kunst im öffentlichen Raum“ verbindet dabei die Förderung aktueller Kunst mit der Stadtentwicklung und Stadtgestaltung. Die Auswahl der Projekte erfolgt über Wettbewerbe sowie über Direktaufträge, die auf Entscheidungen des Landesbeirats für Kunst im öffentlichen Raum basieren. In Zusammenarbeit mit der Stiftung Bremer Bildhauerpreis vergibt Bremen alle drei Jahre den "Rolandpreis für Kunst im öffentlichen Raum" für herausragende neue Denkansätze in diesem Feld.

Städtische Galerie im Buntentor

Die Städtische Galerie ist ein Förderzentrum für die zeitgenössische Kunst aus Bremen und der Region. Sie zeigt Ausstellungen aktueller Kunst aus der Region im Dialog mit dem überregionalen Kunstgeschehen und führt jedes Jahr die Ausstellung zum Bremer Förderpreis für Bildende Kunst durch. Einen weiteren Schwerpunkt bilden historische oder bisher wenig bekannte Aspekte der Bremer Kunst des 20. Jahrhunderts. Es werden zudem Ausstellungen der Kunst im öffentlichen Raum im Schnittfeld zwischen Kunst und Architektur sowie Landschaftsgestaltung präsentiert. Die Städtische Galerie ist darüber hinaus für die Verwaltung, Pflege und Instandhaltung der Sammlung des Städtischen Kunstbesitzes zuständig.

Literatur, Medien, Regional- und Minderheitensprachen

Das Referat koordiniert alle mit Literatur, Regional- und Minderheitensprachen, öffentlichem Bibliothekswesen und Medien in Zusammenhang stehenden Angelegenheiten, berät, vermittelt und bearbeitet die institutionelle und die Projektförderung.
Bremen verfügt über eine lebendige und interessierte Literatur- und Verlagsszene. Einrichtungen wie das Bremer Literaturkontor, das virtuelle Bremer Literaturhaus, die Günter-Grass-Stiftung Bremen und die Stadtbibliothek Bremen - um nur einige zu nennen - vermitteln und fördern Literatur und Sprache im Land Bremen. Sie initiieren Lesungen, Schreibworkshops und andere Projekte und pflegen einen aktuellen Literaturkalender, zu dem auch die jährliche Verleihung des renommierten Bremer Literaturpreises und des Förderpreises durch die Rudolf-Alexander-Schröder-Stiftung gehören.
Zur Förderung des literarischen Nachwuchses vergibt Bremen jährlich zwei Stipendien. Zur Pflege und zum Erhalt der niederdeutschen Sprache, Literatur und Kultur unterstützt das Land das Institut für niederdeutsche Sprache (INS) als überregional tätige wissenschaftliche Einrichtung. Darüber hinaus engagiert sich Bremen in der Norddeutschen Blindenhörbücherei.
Zur Profilierung medienästhetischer Kompetenzen sowie zur Pflege und zeitgenössischen Aufbereitung des filmisch/medialen kulturellen Erbes werden fachlich ausgewiesene kulturelle Einrichtungen gefördert. Der damit verbundene Bildungsauftrag zur Stärkung von Medienkompetenz für verschiedene Zielgruppen, insbesondere für Kinder, Jugendliche und junge Filmemacher, wird in Kooperation mit anderen Einrichtungen umgesetzt.

Städtepartnerschaftlicher und internationaler Kulturaustausch

Der städtepartnerschaftliche Kulturaustausch gehört zu den Hauptbestandteilen der Außenbeziehungen der Freien Hansestadt Bremen. Jährlich werden Programme für die Aktivitäten mit Kulturträgern der Partnerstädte ausgearbeitet, die gemeinsam mit hiesigen Kultureinrichtungen und Initiativen realisiert werden.
Bremen begann bereits in den siebziger Jahren, die kommunalen Auslandsbeziehungen in Form der Städtepartnerschaften und Rahmenvereinbarungen zu definieren und die Zusammenarbeit mit diesen Städten in Verträgen zu fixieren.
Die Freie Hansestadt Bremen verfügt über 7 Städtepartnerschaften, und zwar mit Danzig (Polen) seit 1976 und ab 1985 mit Riga (Lettland). Im gleichen Jahr kam die Partnerschaft mit dem chinesischen Dalian hinzu, 1988 und 1989 folgten die Verbindungen zum israelischen Haifa, zu Bratislava (Slowakische Republik) und Corinto/ El Realejo in Nicaragua. Die jüngste Städtepartnerschaft besteht seit 1995 mit Izmir (Türkei).
Zentralen Aufgaben des Referats ist der Aufbau eines Netzwerks mit verschiedenen Kultureinrichtungen in diesen Städten sowie die Planung und Durchführung gemeinsamer Veranstaltungen und Projekte im Sinne der europäischen Integration.
Aufgrund der politischen Entwicklung in den letzten 15 Jahren hat die Zusammenarbeit Bremens mit osteuropäischen Ländern stark zugenommen. Diese Intensivierung der Beziehungen findet zum großen Teil im Bereich des internationalen Kulturaustausches statt. Die Aktivitäten sind durch die gesamteuropäische Zusammenarbeit in diesem Bereich geprägt.
Gerade mit diesem Schwerpunkt findet eine Zusammenarbeit im Sinne „Wirtschaftskultur-Transformation“ statt.
Unter den neuen, gesamtgesellschaftlichen Veränderungen der internationalen Beziehungen besteht diese Aufgabe unter anderem aus der Durchführung von internationalen Kunst- und Kulturprojekten, etwa im Rahmen von Demokratisierungsprozessen oder in Projekten zu Themen wie „Dialog der Kulturen“ oder „Dialog mit dem Islam“.