Im Rahmen des Veranstaltungsformats TWOGETHER der Bremischen Landesvertretung in Brüssel vergibt der Senator für Kultur ein Ausstellungstipendium an professionell arbeitende Bremer Künstlerinnen und Künstler. Ab November 2026 erhält eine ausgewählte Künstlerpersönlichkeit die Gelegenheit ihr zeichnerisches Werk ein Jahr lang in einer kompakten Ausstellung den internationalen Gästen der Bremer Landesvertretung in Brüssel zu präsentieren. Im Anschluss besteht zudem die Möglichkeit die Ausstellung für mehrere Monate in den Räumlichkeiten der Bremer Landesvertretung in Berlin zu zeigen.
TWOGETHER ist ein seit 2003 in der Bremischen Landesvertretung Brüssel etabliertes Lesungs- und Ausstellungsformat, welches Literatur und Bildende Kunst auf innovative Art und Weise vereint. Bei TWOGETHER werden im Rahmen einer Vernissage der/die aktuelle Förderpreisträger:in des Bremer Literaturpreises mit einer vom Senator für Kultur prämierten Bremer Künstlerpersönlichkeit zusammengebracht. Die Ausstellung wird in den Räumlichkeiten der Landesvertretung ein Jahr lang einem internationalen Publikum gezeigt.
Bewerben können sich alle professionell in Bremen tätigen Künstlerinnen und Künstler mit Schwerpunkt auf dem Medium Zeichnung. Der Begriff Zeichnung wird bewusst weit gefasst: Von feinen Bleistift- und Federarbeiten über expressive Pastell- und Kohlezeichnungen bis hin zu multimedialen Comics und Illustrationen ist alles willkommen. Neben klassischen Techniken sind auch experimentelle Ansätze erwünscht, die neue Technologien, ungewöhnliche Medien und Trägermaterialien einbeziehen, den Raum erobern oder das Medium Papier spielerisch reflektieren.
Da TWOGETHER im Rahmen der Eröffnungsfeier stets den Förderpreisträger des angesehenen Bremer Literaturpreises (ausgerichtet von der Rudolf-Alexander-Schröder-Stiftung) lesen lässt, wäre es optimal, wenn die Künstlerinnen und Künstler mit ihrer zeichnerischen Position ästhetisch einen Bezug auf die diesjährige literarische Arbeit herstellen könnten. Dies ist aber kein absolutes Muss: Die Jury ist völlig frei in ihrer fachlichen Entscheidung.
In diesem Jahr wird der Autor Kaleb Erdmann aus seinem Buch Die Ausweichschule lesen. Der Roman thematisiert den Amoklauf im Jahr 2002 an einem Erfurter Gymnasium, den Erdmann selbst als Fünftklässler miterlebte. Dabei handelt es sich weniger um einen klassischen Erfahrungsbericht, sondern vielmehr um eine vielschichtige und poetische Reflexion des Ich-Erzählers über die literarische Verarbeitung traumatischer Ereignisse sowie über die Auseinandersetzung mit Trauma- und Erinnerungsarbeit.
Eine vom Senator für Kultur zusammengestellte Fachjury trifft die Auswahl.
Das Ergebnis wird im September 2026 bekanntgegeben.
26. November 2026 bis November 2027
23. bis 25. November 2026
Es wird ein Honorar in Höhe von € 2.000,00 für die Jahresausstellung gezahlt (darin inkludiert sind Kosten für Auf- und Abbau sowie Transportversicherung, die selbst abgeschlossen werden muss).
Neben dem Ausstellungshonorar wird zudem eine Kostenerstattung von bis zu max. € 2.000,00 für Reise-, Transport- und Übernachtungskosten (nach Rechnungstellung mit entsprechenden Belegen) übernommen.
Der Auf- und Abbau muss eigenverantwortlich organisiert werden. Rahmen und Material zum Hängen sind mitzubringen, wobei Schnüre und Haken für die Galerieleiste vorhanden sind. Die Werke dürfen nur an Fäden gehängt werden, Nägel oder Bohrungen sind nicht zulässig.
Bitte beachten Sie, dass es sich nicht um einen klassischen Ausstellungsraum handelt, sondern um einen Multifunktionsraum, der für Veranstaltungen genutzt wird. Dies muss bei der Präsentation der Kunstwerke dementsprechend berücksichtigt werden. Wir empfehlen zum Schutz der Werke Rahmen.
Bitte senden Sie Ihre Bewerbungsunterlagen im PDF-Format (max. 12 MB) bis spätestens 23.8.2026 an folgende E-Mail-Adresse: twogether@kultur.bremen.de
Das Ausstellungsprojekt TWOGETHER - ausGEZEICHNETE ZEICHENsetzungen aus und auf Papier ist ein gemeinsames Projekt des Senators für Kultur Bremen, der Bremer Landes-vertretungen in Brüssel und Berlin sowie der Rudolf-Alexander-Schröder-Stiftung mit freundlicher Unterstützung der WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH.